Die meisten Arbeiten am E-Fahrzeug finden im spannungsfrei geschalteten Zustand statt. Es gibt aber Situationen, in denen das nicht möglich ist — und genau dafür ist die Stufe 3E gedacht.

Was Stufe 3E abdeckt

Die höchste Stufe nach DGUV Information 209-093 befähigt zu Arbeiten unter Spannung — also dann, wenn das Hochvolt-System nicht sicher freigeschaltet werden kann oder aus technischen Gründen unter Spannung stehen muss. Das ist das Feld mit dem höchsten Gefährdungspotenzial und entsprechend hohen Anforderungen.

Für welche Fälle

Typische Anwendungen sind Batteriespeicher und stark verunfallte Fahrzeuge, bei denen ein reguläres Freischalten nicht möglich ist. Für Betriebe, die mit Unfallfahrzeugen zu tun haben, kann Stufe 3E deshalb relevant sein — auch wenn solche Arbeiten nicht immer selbst ausgeführt werden.

Abgrenzung zur Stufe 2E

3E baut auf der fachkundigen Person Hochvolt (Stufe 2E) auf. Für den allermeisten Werkstattalltag genügt Stufe 2E — sie deckt das Arbeiten am freigeschalteten System vollständig ab. Stufe 3E ist die gezielte Erweiterung für den Sonderfall.

Häufige Fragen

Braucht jede Werkstatt Stufe 3E?
Nein. Für den Normalbetrieb genügt Stufe 2E. Stufe 3E wird relevant, sobald Arbeiten unter Spannung anfallen — etwa bei Unfallfahrzeugen oder Batteriespeichern.
Was ist der Unterschied zu Stufe 2E?
Die fachkundige Person Hochvolt (2E) arbeitet am freigeschalteten, spannungsfreien System. Stufe 3E befähigt zusätzlich zu Arbeiten, bei denen Spannung anliegt.